Meine Berufung - Altenpfleger

Sächsische Schweiz - Osterzgebirge


Der Beruf Altenpfleger/-in ist nicht nur ein Beruf, sondern vor allem eine Berufung.

Der Altenpflegeberuf hat sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren vielseitigen sozialen und pflegerischen Beruf mit vielen verschiedenen Aufgabengebieten entwickelt. Er gewinnt zukünftig immer mehr an Bedeutung für die Versorgung alter Menschen, obwohl er für den größten Teil der Bevölkerung nicht dem Bild einer hochqualifizierten Leistung, sondern eher dem Bild “ Pflegen kann doch jeder.“ entspricht.

Altenpflege ist Arbeit mit alten Menschen:

Sie ist Arbeit mit den Händen, dem Herzen und dem Verstand. Heutzutage orientiert sie sich an den speziellen, individuellen Bedürfnissen und Problemen älterer Menschen. Dabei ist das Ziel, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit eines jeden Einzelnen so lange wie möglich zu erhalten. Den Umgang mit dem Menschen sollte man dabei so ausrichten, dass der zu Pflegende das Gefühl hat, für sein Leben noch selbst verantwortlich zu sein, egal wie hilfebedürftig er auch ist. Man sagt: es gibt nur so viel Hilfe wie notwendig und damit nicht mehr, als nötig ist. Man vermittelt somit dem alten Menschen nicht das Gefühl, dass dieser dafür dankbar sein muss.


Altenpflege ist ein Beziehungsprozess:

ASB-Seniorenpflegeheim Hohnstein
ASB-Seniorenpflegeheim Hohnstein

Neben der leiblichen Versorgung sind auch Beziehungen lebensnotwendig und niemand kann einen Menschen menschenwürdig pflegen, ohne ihm dieses psychische Grundbedürfnis zu erfüllen. Eine Pflegeperson ist von Berufs wegen in der Lage, eine Beziehung aufzunehmen, worum es in der Altenpflege auch geht. Um einen bewussten Beziehungsprozess eingehen zu können, verfügt sie über fachliches Wissen und Kompetenz. Wichtig ist hierbei, die Fähigkeit zu besitzen, sich in die Lebenssituation, Erlebnis- und Bedürfnislage der einzelnen Person hineinzuversetzen und Verständnis für ihr Verhalten und ihre Probleme zu entwickeln. Denn diese sind mitunter durch Krankheit, Behinderung und Verlusterlebnisse geprägt. Durch gegenseitiges Vertrauen und Akzeptanz wird eine Atmosphäre des sich Wohlfühlens geschaffen, welches das Ziel einer pflegerischen Beziehung ist.

Jan Gündel (Auszubildender im ASB-Seniorenpflegeheim Hohnstein)


... und Altenpflege ist noch viel mehr:


Was Altenpflege noch alles ausmacht, spürt man erst, wenn einige Wochen gemeinsam mit den älteren und hilfsbedürftigen Menschen vergangen sind.
Sie sollte kein Beruf sein, der im Verborgenen ausgeführt wird. Sie verdient Anerkennung und Wertschätzung. Denn Menschen, die auf dauerhafte Pflege angewiesen sind, brauchen motivierte Pflegepersonen, die mit den Händen, dem Herzen und dem Verstand nicht nur ihren Beruf, sondern auch ihre Berufung ausüben.


Hier geht es zu den Ausbildungsangeboten der ASB OV Neustadt/Sachsen e.V. .


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